Was ist ein Trauma?

Traumatische Erfahrungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie unsere Fähigkeiten, diese Situationen zu verarbeiten, bei weitem übersteigen.
In der Folge entstehen Gefühle von extremer Hilflosigkeit und Ohnmacht.
Nichts ist scheinbar mehr so, wie es einmal war!

Viele Menschen erleben traumatische Situationen noch Jahre später in wiederkehrenden Bildern, Gedanken, Gefühlen oder quälenden Alpträumen als sehr belastend.
Aktuell Betroffene sind oft unruhig, schreckhaft, haben häufig Angstsymptome, leiden unter Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen. Sie ziehen sich aus dem Alltag zurück und vermeiden Situationen und Menschen, die mit dem Ereignis in Verbindung stehen.
Diese Symptome sind zunächst in den ersten Wochen normale Reaktionen auf ein außergewöhnliches Ereignis! 
Zurückliegende belastende Ereignisse hinterlassen bisweilen Erinnerungsfragmente, die in bestimmten Situationen Symptome hervorrufen und als unangenehm empfunden werden.
Ein Anhalten der Symptome könnte eine traumaspezifische Begleitung sinnvoll machen.

Derartige Symptome irritieren nicht nur Betroffene sondern auch deren soziales Umfeld (Partner, Familie, Freunde, Arbeitsplatz u. a.).
Sie bewältigen zu können, ist abhängig von den jeweiligen Lebensumständen und der Intensität bzw. Dauer des belastenden Ereignisses sowie den Reaktionen des sozialen Umfeldes.
Daher kann es sinnvoll und wichtig für alle Beteiligten sein, sich zu einem möglichst frühen Zeitpunkt kompetente Hilfe zu suchen.