Mehr zu diesen Methoden

MPTT (Mehrdimensionale psychodynamische Traumatherapie) wird in der Trauma-Akuttherapie angewendet und eignet sich zur Frühdiagnostik und Prognose von Traumafolgen, d. h. zur Feststellung, wie hoch das Risiko von Traumafolgestörungen einzuschätzen ist.
Anwendung findet der Kölner Risikoindex (KRI, Fischer & Riedesser 1998) als ein Messinstrument. Siehe dazu auch: www.psychology48.com

In der PITT (Psychodynamische Imaginative Traumatherapie) wird über eine freundliche, zugewandte, beantwortende und wertschätzende Haltung seitens der Therapeutin der Blick auf die vorhandenen Ressourcen und Widerstandskräfte (Resilienz) der Klienten gelenkt, um Heilung anzuregen.
Die Vermittlung von Krisenmanagement wird durch das Erlernen von distanzierenden Techniken und Imagination erreicht. Hilflosigkeit und Ohnmacht sollen so überwunden und Selbstwirksamkeit wiedererlangt werden. Siehe dazu auch www.luise-reddemann.info

Systemische Therapie ist lösungsorientiert, ressourcenorientiert und sieht die Lebenssituation von Menschen im Zusammenhang mit ihren relevanten Beziehungen und sozialen Umwelten: z. B. Familie, Ehe, Arbeitsplatz oder Schule.
Am Beginn jeder Therapie steht eine präzise Auftragsklärung, die im Laufe des Prozesses immer wieder aktualisiert werden kann. Siehe dazu auch DGSF

EMI (Eye Movement Integration) und EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), in den 80er Jahren von Steven und Conny Rae Andreas, amerikanisches Therapeutenpaar, bzw. von Dr. Francine Shapiro, Psychotherapeutin, entwickelt, bedeuten übersetzt: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen.
Ein zentrales Element der beiden Therapieformen ist die Nachverarbeitung der belastenden Erinnerungen unter Nutzung bilateraler Stimulation (beider Gehirnhälften): Die Klienten folgen den Fingern der Therapeutin mit den Augen, während diese ihre Hand in einer bestimmten Abfolge und festgelegten Mustern (EMI) bzw. von rechts nach links (EMDR) bewegt. Diese Stimulation unterstützt das Gehirn, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten. Die Wirksamkeit beider Methoden ist durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt. Voraussetzung zur Anwendung dieser Methoden ist die Erarbeitung von Sicherheitsankern und Ressourcen-Zonen im Therapieprozess.

Diese Therapieansätze umfassen wesentliche Behandlungsmethoden, die nach dem Erleben eines Traumas Anwendung finden können.